Nachgehakt: Kinderarmut

Der nächste Beitrag zum #nachgehakt befasst sich mit Kinderarmut.

Und das sagen die Parteien dazu:

Quellen:

CDUSPDFDPDie GrünenDie Linken
„Wir werden weiterhin von Armut betroffene Menschen unterstützen. Vor allem Kinderarmut wollen wir in den nächsten Jahren verringern. Das Prinzip ‚Fördern und Fordern‘ muss in der Grundsicherung erhalten bleiben. Dafür werden wir uns bei der Umsetzung des Bürgergeldes auf Bundesebene einsetzen.“ (S.31, Z.8-11)
„Die Übertragung der Idee von Familienzentren der Kindertageseinrichtungen in den Schulbereich ist sinnvoll und ergänzt den Gedanken der vernetzten Strukturen. Solche Familiengrundschulen verstehen sich als multiprofessionelles Netzwerk zur Unterstützung von Familien im Quartier. Wir unterstützen die Entwicklung von Grundschulen zu sozial-räumlichen Knotenpunkten und einer Anlaufstelle für Familien sowie zu Orten der Begegnung, Beratung und Begleitung für Kinder und ihre Eltern.“ (S.67, Z.38-S.68, Z.5)
„Das an Kitas erfolgreiche Konzept der Familienzentren wollen wir auch an Schulen aufbauen und ausbauen.“ (S.18, Z.25f)
„Deshalb wollen wir gute Familienbildung in Nordrhein-Westfalen weiter ausbauen.“ (S.20, Z.6f)
„Wir wollen Schule, Ganztag und Familienzentrum zusammendenken und so Bildung, Erziehung und Betreuung miteinander verknüpfen.“ (S.22, Z.7f)
„Familienzentren sind Orte, an denen Familien gebündelt Informationen und Angebote bereitgestellt bekommen. […] Viele Kitas gehen hier schon mit gutem Beispiel voran. Wir wollen dieses Konzept an allen Grundschulen ermöglichen.“ (S.23, Z.15-18)
„Wir werden die negativen Folgen [der Pandemie] aktiv bekämpfen: durch Maßnahmen gegen die soziale Spaltung, durch Programme zur Bekämpfung von Bildungsrückständen…“ (S.59, Z.27-33)
„Die Herstellung gleicher Lebenssituationen und Lebensbedingungen sowie insbesondere die Verbesserung der Chancen sozial benachteiligter Bevölkerungsgruppen ist der Antrieb für die Politik der Sozialdemokratie. Die Unterschiede bei den Chancen der Menschen wollen wir beseitigen und beginnen dabei bei der Unterstützung der Kinder sowie Menschen in besonders herausfordernden Lebenssituationen und sichern soziale Teilhabe für alle.“
(S.73, Z.2-7)
„Mit den Familiengrundschulzentren haben wir ein neues Konzept in Nordrhein-Westfalen geschaffen, das an die erfolgreichen Familienzentren im Kita-Bereich anknüpft. Wir wollen damit allen Grundschulkindern und ihren Familien eine erfolgreiche Grundschulzeit ermöglichen und sie stark machen für die weiteren Herausforderungen auf ihrem Bildungsweg.“ (S.8, Z.5-8)
„Beste Bildung für Kinder und Jugendliche heißt auch, dass die Eltern dazu beitragen können. Deswegen hat die Familienbildung und -beratung für uns eine ganz besondere Bedeutung. Wir wollen die Angebote der Familienbildung – also die Vermittlung von Erziehungskompetenzen – und die Familienberatung von Familien in Problemsituationen weiter stärken.“ (S.74, Z.27-30)
„Familien mit mittlerem und niedrigem Einkommen wollen wir nachhaltig unterstützen und Kinderarmut entgegenwirken. […] Unser Ziel bleibt ein Kinderchancengeld – eine einfache und zusammengefasste Unterstützung.“ (S.75, Z.1-4)
„Alle Bevölkerungsgruppen sollten digitale Dienste nutzen und davon profitieren können, barrierefrei, leicht verständlich und in verschiedenen Sprachen.“ (S.50, Z.10f)
„[…] Der Übergang von der Kita zur Grundschule und die Unterstützung von Familien, die Grundschulkinder haben, ist ebenso wichtig. Die Grundschulen werden wir daher zu Orten der Bildung, Beratung, Begegnung und Unterstützung von Familien weiterentwickeln. Die Vernetzung der Kita- und Grundschulfamilienzentren mit anderen Einrichtungen im Stadtteil, in dem Eltern leben, führt zu einer ganzheitlichen Beratung und Hilfestellung. Um dies zu erreichen, wollen wir die die Familienbildung, Familienpflege und die Familienberatung in NRW stärken. Wir setzen uns für Familienbildung ein, die von den Kindern, Jugendlichen und Eltern mitgestaltet wird.“ (S.57, Z.2-10)
„Wir stärken die Familienbildung und -beratung bei der Unterstützung von Familien in und nach einer Trennung, auch bei Themen wie der Aufteilung von Sorgearbeit.“ (S.57, Z.27ff)
„Es darf nicht länger vom Wohnort abhängen, ob Kinder die Chance auf eine beitragsfreie ganztägige Bildung bekommen und ihre Eltern Familie und Beruf vereinbaren können.“ (S.62, Z.1ff)
„Deshalb werden wir einen ‚Pakt gegen Kinderarmut‘ auflegen, um gemeinsam gegen Kinderarmut zu kämpfen. […] Durch die Einführung der Kindergrundsicherung werden finanzielle Mittel bei den von Armut betroffenen Kindern endlich ankommen. […] Dafür wirken wir an der Umsetzung des Kinderchancenportals mit, durch das die Mittel für Kinder einfacher zugänglich sind. Wir stärken außerdem die Familienberatung und -unterstützung in den Stadtteilen und schaffen so niedrigschwellige Zugänge für Kinder und Familien.“ (S.71, Z.26-38)
„Und weil wir Kinder und Jugendliche vor Armut schützen wollen, fordern wir eine Kindergrundsicherung von monatlich 575 Euro.“ (S.11, Z.29f)
„Wir wollen ihre Familien mit Schul- und Kita-Gesundheitsdiensten besser entlasten.“ (S.19, Z.19f)
„Die Kinderarmut in NRW hat dennoch inzwischen ein dramatisches Ausmaß erreicht.“ (S.21, Z.18)
„Die Armut und Benachteiligung vieler Kinder, Jugendlicher und ihrer Familien dort wirksam zu bekämpfen, ist für uns eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Und: Armut bekämpft man tatsächlich am besten mit Geld. Deshalb sollen öffentliche Mittel statt nach dem Gießkannenprinzip dorthin umgelenkt werden, wo sie besonders nötig sind. […] Wir schlagen ein landesweites Konzept für kommunale Aktionspläne gegen Kinderarmut vor. Kinder und Familien in benachteiligten Stadtteilen sollen direkt vor Ort unterstützt werden. Damit verbunden ist die landespolitische Aufgabe, die Städte und Gemeinden finanziell so zu unterstützen, dass die marode Infrastruktur wieder auf- und ausgebaut werden kann.“ (S.22, Z.5-19)
„Zugleich nimmt die soziale Spaltung zu, auch zwischen den Lebenswelten armer und reicher Kinder, Jugendlicher und junger Menschen, zwischen ihren Wohnorten samt ihren Lebensumständen. Diese Negativspirale wollen wir durchbrechen mit einer Offensive für soziale kind-, jugend- und familienbezogene Infrastruktur. […] Familien mit großen Problemen dürfen nicht vom Jugendamt alleine gelassen werden. Wir brauchen Beratungsstellen, Streetworker-Arbeit gegen Jugendgewalt und flächendeckende Sozialarbeit in guten Ganztagsschulen, Familien- und Jugendzentren. Bestehende Projekte sollen besser gefördert und ausgestattet werden.“ (S.22, Z.42-S.23, Z.9)
„Für uns haben alle Menschen das Recht auf ein Leben in Würde und sozialer Sicherheit, unabhängig von ihrem Alter, ihrem Geschlecht oder ihrer Herkunft. Kindern zu helfen, bedeutet in erster Linie, dass der ganzen Familie geholfen wird. Damit es Familien besser geht, brauchen beide Eltern sichere Einkommen und die Kinder bessere Bildungs-, Betreuungs- und Freizeitangebote in guten Kitas und Ganztagsschulen.“ (S.23, Z.18-23)
„Die Unterfinanzierung des Bildungssystems ist eine Ursache für die in Deutschland immer wieder nachgewiesene Abhängigkeit des Bildungserfolgs von Kindern vom sozialen Status, Bildungsniveau und Einkommen ihres Elternhauses.“ (S.105, Z.30ff)
Ausweitung der Familienzentren auf Grundschulen fördert Familienbildung und bietet die Möglichkeit auf Integration und Teilhabe. Kinderarmut soll im Rahmen des Bürgergeldes verrringer werden. Einführung einer bundesweiten Kindergrundsicherung und Unterstützung für Kinder in herausfordernden Lebenssituationen. Kinderchancengeld als einfache, zusammengefasste Unterstützung, um Kinderarmut entgegenzuwirken. Kindergrundsicherung soll dafür sorgen, dass finanzielle Unterstüzung wirklich von Armut betroffenen Kindern hilft. Forderung einer Kindergrundsicherung in Höhe von 575€ pro Monat.
Entnommen aus den Wahlprogrammen der Parteien zur Landtagswahl 2022