Unsere Positionen

Wir treten für eine ehrenamtsfreundliche Bildungsgestaltung in NRW ein, bei der Ehrenamtlich-Aktive strukturell unterstützt werden und ihre Arbeit als Leistung anerkannt und honoriert wird.


Dazu fordern wir von Verantwortlichen der Schulpolitik:

Freiräume in der Schule für SchülerInnen offenzuhalten. Dafür braucht es …

  • eine Obergrenze von 35 Stunden pro Woche, um für die Schule zu lernen, inkl. der Hausaufgaben- und Nachhilfezeit.
  • den freien Freitagnachmittag und zusätzlich einen weiteren gemeinsamen regionalen freien Nachmittag.

Eine AG „Soziale Verantwortung und zivilgesellschaftliches Engagement“ als Empfehlung an Schulen auszusprechen. Diese AG, die z. B. jahrgangsübergreifend arbeiten kann, widmet sich der Aufgabe von Schule SchülerInnen zu befähigen sich an und in Gesellschaft zu beteiligen.

Inhalte dieser AG können sein, aktive Jugendliche zu begleiten, projektorientiert verschiedene Felder gesellschaftlichen Engagements zu zeigen und in diesen Feldern projektorientiert zu arbeiten, sowie die Bedeutung von ehrenamtlichen Engagement theoretisch aufzuarbeiten. Sowie die Vermittlung der Bedeutung ehrenamtlicher Gremien zur Mitwirkung in unseren Sozialsystemen.

Kleinere Klassen und individuelle Lehrpläne der SchülerInnen an Schulen zu fördern, um Stress zu verringern und die Persönlichkeitsentfaltung der SchülerInnnen zu fördern. SchülerInnen der Oberstufe soll mehr Eigenverantwortung z. B. bei der Bearbeitung von Hausaufgaben zugestanden werden.

Ein schlüssiges und einheitliches Ganztagskonzept zu entwickeln, das Rahmenbedingungen für eine gelungene Kooperation von Jugendverbänden und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen mit Ganztagsschulen berücksichtigt.

  • Dieses Konzept soll die Bedürfnisse von zivilgesellschaftlichem Engagement im Blick behalten
  • und SchülerInnen sollen die Möglichkeit erhalten sich für ein gewisses Stundenkontingent von der Zeit in der Ganztagsschule freistellen zu lassen, um zivilgesellschaftlichen Aktivitäten nachzugehen. KoordinatorInnen der Ganztagsschule fungieren dabei als EhrenamtsnetzwerkerInnen.

Dazu fordern wir von Verantwortlichen der Hochschulpolitik:

Studierende, die ehrenamtlich Verantwortung tragen zu unterstützen, indem sie für ihre Aktivitäten länger Bafög beziehen können. Dies ist bei Studierenden, die in der Hochschulpolitik aktiv sind, bereits möglich. Hierfür braucht es eine Einbindung ehrenamtlichen Engagements in die BAföG-Förderrichtlinien, sowie einen Kriterienkatalog zur Anerkennung von Ehrenamtlichkeit.

Die vorlesungsfreie Zeit mit den Sommerferien zu verbinden, sodass engagierte Studierende Ferienfreizeiten problemlos begleiten können.

Prüfungstermine langfristig zu Beginn eines jeden Semesters festzulegen und zu veröffenltichen.

Vor dem ersten Semester ein freiwilliges Freiraum-Semester einzuführen. Dieses Freiraumsemester soll …

  • für alle Studierende vor dem ersten Semester angeboten werden.
  • Ein Semester lang können Studierende verschiedene Veranstaltungen unterschiedlicher Fachbereiche belegen, und so verschiedene Studiengänge kennenlernen. Studierende, die sich ihres Studiengangs sicher sind, können bereits erste Prüfungen ablegen und sich diese für ihren regulären Studienverlauf anrechnen lassen.

Dazu rufen wir die Verantwortlichen der Jugend- und Finanzpolitik auf:

Den Kinder- und Jugendförderplan (KJP) des Landes NRW aufzustocken, indem mindestens der Inflationsausgleich eingeführt wird. Für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen sind das non-formale und informelle Lernen von größerer Bedeutung als die formale Bildung, dennoch erhalten Träger und Einrichtungen dieser
Lernformen nur einen Bruchteil der Gelder gegenüber formalen Bildungsinstitutionen.

Nicht nur Projekte, sondern auch Strukturen wie Personal und Einrichtungen zu fördern. Kinder und Jugendliche engagieren sich zunehmend projektorientierter und zeitlich-befristeter, dennoch braucht es Rahmenbedingungen und Strukturen, wie Einrichtungen und Personal, durch das auch langfristig Jugendarbeit gesichert werden kann. Frei von konkreten Themen muss Raum für neue Projekte und Initiativen von Jugendlichen offen sein.

Bürokratische Hürden in der Antragsstellung abzubauen. Der Kinder- und Jugendförderplan (KJP) sollte ebenfalls in Leichter Sprache formuliert werden, so dass er leichter zugänglich ist.


Dazu rufen wir verantwortliche PolitikerInnen im Bereich „Berufliche Bildung“ auf:

Kontrollen zum Schutz von Auszubildenden durchzusetzen. Es gibt bestehende Gesetze, die zum Beispiel die Arbeitszeiten regeln, die gerade junge Auszubildende schützen sollen. Leider werden diese zu oft nicht eingehalten. Durch regelmäßige Kontrollen kann dies verhindert werden.

Eine gute schulische Ausbildung zu gestalten. Dies gelingt vor allem durch einen Lehrplan, der stetig überarbeitet wird und auf die spezifischen Berufe abgestimmt wird. Außerdem ist unerlässlich, dass die Lehrkräfte in der Berufsschule didaktisch geschult sind, um die Berufsschulzeit effizient zu nutzen und die Freizeit frei zu halten.

Fortbildungen in der ehrenamtlichen Tätigkeit für äquivalente Kurse in der Ausbildung anzuerkennen. Viele Ehrenamtliche lassen sich für ihre Tätigkeiten schulen. Diese Schulungen sollten dort anerkannt werden können, wo in der Ausbildung ähnliche Inhalte vermittelt werden.

Sonderurlaub nicht nur als theoretische sondern auch als praktische Möglichkeit zu stärken. Durch die Möglichkeit des Sonderurlaubs wird es Auszubildenden ermöglicht, sich auch als Begleitung von Ferienfreizeiten zu engagieren. Leider wird diese Möglichkeit oft nicht anerkannt und sollte mehr kommuniziert und gefördert werden.

Stand: Dezember 2016