Kolping in NRW setzt ein Zeichen

aktiv_gegen_religioese_verfolgungVertreter des Kolpingwerkes Landesverband NRW überreichten am 27. November 2014 etwa 20.000 Unterschriften an den Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, Peter Hintze. „Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, das Thema ‚religiöse Verfolgung‘ und das daraus resultierende Flüchtlingselend den Menschen in Nordrhein-Westfalen näherzubringen“, betonte Karl Schiewerling MdB. Der Bundestagsabgeordnete aus dem westfälischen Nottuln ist Landesvorsitzender des Kolpingwerkes Landesverband NRW. „Das Recht auf Religionsfreiheit ist ein elementares Menschenrecht, das besonders geschützt werden muss. Uns geht es in unserer Kampagne nicht nur um die verfolgten Christen, sondern um alle Menschen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden.“

In unterschiedlichen Aktionen haben sich die Kolpingsfamilien des Bundeslandes eingebracht, um die Kampagne zu unterstützen. „Mit diesen Aktivitäten wollten wir drei zentrale Anliegen in die Öffentlichkeit tragen: Den Protest gegen die abscheulichen Verbrechen vor allem der IS im Irak und in Syrien und die Hoffnung auf politische Bemühungen, dass die unzähligen Flüchtlinge, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden, dorthin zurückkehren können. Wo das nicht möglich ist, wollen wir den Flüchtlingen bei uns vor Ort helfen“, so Schiewerling weiter.

Bundestagsvizepräsident Peter Hintze zeigte sich erfreut über das wichtige Engagement des Katholischen Sozialverbandes: „Es ist wichtig, das Thema möglichst breit in die Öffentlichkeit zu bringen.“ Er wird die durch die Unterschriften gestützten Forderungen zur weiteren Befassung an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages weiterleiten.

„Kolping ist man nicht für sich – Kolping ist man für andere; erst recht, wenn wir uns international für Menschen einsetzen, die wegen ihres Glaubens an Leib und Leben bedroht sind“, betonte Schiewerling. „Wir danken allen, die sich im Rahmen der Kampagne mit großer Leidenschaft engagiert haben.“

Selbstverständlich soll es nicht bei den Unterschriften bleiben, mit denen neben dem Ende der Verfolgung von Christen, Jesiden und schiitischen Muslimen im Irak und Syrien auch verstärkte Anstrengungen der Bundesregierung gefordert wurde, die Unterstützung für die verfolgten und bedrohten Menschen zu verstärken. Sofern es notwendig ist, soll die Bundesregierung Menschen, die Schutz in Deutschland suchen, diesen Schutz gewähren. Alle beteiligten Ebenen der Politik sind aufgefordert, die entsprechenden Rahmenbedingungen für die Aufnahme der Flüchtlinge und eine menschenwürdige Unterbringung zu schaffen. Auch die Kirchen nehmen die Unterzeichner in die Pflicht: „Die Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen fordern wir auf, räumliche Kapazitäten zur Verfügung zu stellen.“ Das Kolpingwerk Landesverband NRW will die lokalen Kolpingsfamilien weiter dabei unterstützen, in verschiedenen Initiativen aktive Flüchtlingshilfe zu organisieren. „Das Thema wird uns noch lange begleiten, und wir als Christen dürfen dabei nicht zuschauen, sondern müssen die Menschen, die zu uns kommen,  aktiv unterstützen.“

Foto (v.l.): Thomas Dörflinger MdB (Vorsitzender Kolpingwerk Deutschland), Franz Westerkamp (Präses Kolpingwerk NRW), Werner Sondermann (Geschäftsführer Kolpingwerk NRW), Norbert Röttgen MdB, Dieter Geerlings (münsteraner Weihbischof), Peter Hintze (Bundestagsvizepräsident) und Karl Schiewerling MdB (Vorsitzender Kolpingwerk NRW).

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